ASPESI STUDIO


ASPESI STUDIO entstand als multidisziplinäres Labor und Forschungsplattform, auf der die Werte der Marke mit zeitgenössischen und lateralen Visionen in Dialog treten. Es ist eine Wunderkammer der Gegenwart, ein Ort der Beobachtung und des Experimentierens, an dem verschiedene Sprachen, Disziplinen und Sensibilitäten aufeinandertreffen, um neue Perspektiven auf die Vorstellungswelt von ASPESI zu eröffnen.

Das Projekt bezieht Studenten der renommiertesten internationalen Modeschulen ein und öffnet sich für die Zusammenarbeit mit Künstlern, Designern und Forschern, die auch aus Bereichen außerhalb der Modewelt stammen. Aus diesen Einflüssen entsteht eine sich ständig weiterentwickelnde kreative Gemeinschaft, ein Netzwerk von Beziehungen und Projekten, das dazu beiträgt, das kulturelle Erbe der Marke im Laufe der Zeit zu erweitern. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Werte, die ASPESI ausmachen: Authentizität, Wesentlichkeit und Forschung. ASPESI STUDIO ist der Raum, in dem diese Prinzipien weiterhin hinterfragt werden, sich weiterentwickeln und neue Formen finden.

JAHR 1 _ NABA X ASPESI


ASPESI hat die NABA, Nuova Accademia di Belle Arti, eine führende Einrichtung für die Ausbildung in Kunst und Design, mit ins Boot geholt.

Die Zusammenarbeit zwischen NABA und ASPESI zielt darauf ab, die Studierenden der Akademie in zwei unterschiedliche kreative Projekte einzubinden, die sich der Neuinterpretation und der Kommunikation eines der ikonischen Kleidungsstücke der Marke widmen. Die Wahl fiel auf das Hemd „13 Più“, wobei der Schwerpunkt speziell auf der Workwear-Ästhetik lag.

Die Studierenden der Studiengänge Fashion Design und Fashion Styling and Communication des dreijährigen Studiengangs Fashion Design an der NABA arbeiteten jeweils an der Entwicklung der Kleidungsstücke und der Ausarbeitung des dazugehörigen narrativen Konzepts und gestalteten so eine echte Kampagne.

Jeder Studierende präsentierte seine eigene Arbeit, doch nur zwei Projekte wurden als Gewinner ausgewählt: Susanna Frara aus dem Studiengang Modedesign und Nicolò Sbaragli aus dem Studiengang Modestyling und Kommunikation.

DER KREATIVE PROZESS VON SUSANNA FRARA


Ausgehend von der Inspiration durch historische Arbeitshemden, der Analyse von Archivfotos und funktionalen Details konnten diese Elemente mit speziellen Verarbeitungen der ausgewählten Stoffe zeitgemäß überarbeitet werden.

Für ASPESI STUDIO hat Susanna zwei Versionen der Hemden 13 Più entworfen. Die erste Version besteht aus 100 % Baumwolle, aus garngefärbtem Popeline mit mehrfarbigen Streifen von Albini. Das Kleidungsstück wird aus extrafeinem gestreiftem Baumwollpopeline hergestellt, wobei ein spezielles Beschichtungsverfahren angewendet wird. Diese farbige Veredelung verleiht der Textur des Stoffes Dynamik und sorgt für Variationen in der Dichte und interessante visuelle Effekte bei den Details des Hemdes. Die zweite Version ist ein Hemd aus grob geripptem Jersey aus Wolle und Kaschmir. Auch in diesem Fall wird das Kleidungsstück aus Jersey nach einem speziellen Beschichtungsverfahren hergestellt. Die blaue Farbe wird auf die erhabenen Teile der Rippen aufgetragen, wodurch ein vertikaler Streifeneffekt entsteht, der zwischen den Rippen die natürliche Farbe der unbehandelten Wolle/Kaschmir durchscheinen lässt. Der Wert und die Besonderheit dieser Kleidungsstücke liegen in der Handarbeit dieser Behandlung, die sie in Aussehen und Farbe einzigartig macht.

Die beiden Modelle sind ab dem 3. April exklusiv im ASPESI-Store in Mailand San Pietro all'Orto erhältlich.

DIE 13 PIÙ ERZÄHLEN: DIE IDEE VON NICOLÒ SBARAGLI


Diese Idee stellt die Tradition des Puppentheaters auf den Kopf, bei der der Puppenspieler verborgen bleibt, um die Magie der Vorstellung zu bewahren. Bei diesem Vorschlag verschwindet hingegen der Vorhang: Die beiden Puppenspieler sind vollständig sichtbar, stehen regungslos in einer neutralen Haltung da und tragen ASPESI-Hemden, die auch in Miniaturausführung auf den Puppen zu sehen sind.

So entsteht eine Parallele zur handwerklichen Arbeit an den Puppen, die zahlreiche Entwurfsphasen erfordert, bevor sie auf die Bühne kommen. Die Darstellung der normalerweise verborgenen Puppenspieler lädt den Zuschauer dazu ein, darüber nachzudenken, was hinter den Bildern und Produkten steckt, die wir gewohnt sind, bereits fertig zu sehen. Die Geste des Puppenspielers wird zur Metapher für die kreative Geste: ein menschliches Eingreifen, das der Materie Leben einhaucht, im Einklang mit einer Vision, die von Handwerkskunst, Forschung und Liebe zum Detail geprägt ist.

DIE FOTOKAMPAGNE


Im Vordergrund inszenieren die Marionetten eine Mikro-Erzählung. Der Ton ist ironisch, manchmal surreal: Die Figuren streiten sich, jagen sich gegenseitig, fordern sich heraus und wiederholen alltägliche Gesten.

Das fotografische Konzept wechselt zwischen Totalaufnahmen und Details, um die Erzählung innerhalb der Baracke aufzubauen, eingefangen durch den Blick und die visuelle Sensibilität der Fotografin Carmen Colombo.

Der Kontrast zwischen der kindlichen Theatralik der Puppen und der stillen Präsenz der Puppenspieler erzeugt einen visuellen Kurzschluss und schafft eine schwebende, zeitlose poetische Dimension. Der Betrachter sieht nicht mehr nur das Produkt, sondern auch den kreativen „Mechanismus”, der es belebt.

HINTER DER GESTE: DIE PUPPENSPIELER ENEA PIGNATTA UND AXEL BABINI


Die Protagonisten dieser Aufnahmen sind die Puppenspieler Enea Pignatta und Axel Babini.

Enea Pignatta ist ein italienischer Künstler, der in den Bereichen Bildende Kunst, Musik und Theater tätig ist. Als Regisseur und Autor von Kurzfilmen und Videoclips hat er sich auch im Bereich des Figuren- und Volkstheaters weitergebildet und dabei neue Ausdrucksformen ausgehend von traditionellen Formen erprobt, insbesondere in Anlehnung an das Werk von Angelo Cuccoli. Seit 2014 schreibt er Farces, die noch immer im Repertoire sind. Parallel dazu arbeitet er als Schauspieler mit dem Teatro del Drago im nationalen und internationalen Kontext zusammen.
Axel Babini ist ein italienischer Künstler, der sich zwischen Fotografie und Kino bewegt. Nach seiner Ausbildung an der Accademia di Belle Arti in Rom setzte er sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig fort. Seine Arbeit umfasst Film- und Fotoprojekte, die sich mit Reisen, Landschaften und der Konstruktion von Bildern befassen, wobei er besonderes Augenmerk auf narrative Prozesse und Mittel legt.